Warum ein VPN in Deutschland?

Welche Bedeutung haben deutsche IP-Adressen?

Internationale Internetnutzer Normalerweise hat jeder Internetnutzer, der sich innerhalb Deutschlands in das Internet einwählt, automatisch eine "deutsche" IP-Adresse und ist für andere Internetteilnehmer daher als Nutzer aus Deutschland zu identifizieren. Dies hat sowohl Vorteile auch als Nachteile und beides betrifft vor allem Inhalte, die aus (wettbewerbs-) rechtlichen Gründen entweder nur für deutsche Nutzer abrufbar sind oder im Gegenteil gerade für deutsche Nutzer nicht abrufbar sind. Ein bekanntes Beispiel ist der TV Live-Streaming Dienst "Zattoo", über den deutschen Fernsehsender im Internet angeschaut ("gestreamt") werden können. Ein weiteres bekanntes Ärgernis für viele deutsche Internetnutzer sind die gesperrten Videos auf YouTube, für die die GEMA die erforderlichen Musikrechte nicht eingeräumt hat...

Im ersten Fall ist eine deutsche IP-Adresse wünschenswert, im zweiten Fall wird sie zum Hindernis. Zum Glück gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten diese Hürden zu umgehen und für beide Fälle eine Lösung zu finden! Der Aufenthaltsort der Internetnutzer wird nämlich anhand von IP-Adressdaten der sogenannten "Regional Internet Registries" bestimmt. Diese verteilen bestimmte IP-Adressen an Firmen und Internetanbieter aus ihrer jeweiligen Region. Aufgrund dieser Verteilung kann eine IP-Adresse dann einem Land, einer Organisation und/oder bestimmten Nutzern zugeordnet werden. Überprüft man nach der Einwahl ins Internet seine "normale" IP-Adresse, wird man also in der Regel Daten zum eigenen Internetanbieter finden, bzw. zu der Firma, die den Zugang/die Leitungen zum Internet bereitstellt.

Wie kann man auch aus dem Ausland eine deutsche IP-Adresse bekommen?

VPN Die einfachste und beste Möglichkeit eine deutsche IP-Adresse auch aus dem Ausland zu bekommen, ist die Nutzung eines Virtuellen Privaten Netzwerks, also die Verbindung zu einem deutschen VPN-Server!

Egal wo man sich gerade auf der Welt aufhält, die verfügbare Verbindung ins Internet wird durch die Nutzung eines VPNs nur noch dazu benutzt, einen Daten-"Tunnel" zum VPN-Server bereitzustellen. Dies kann man sich auch als verlängertes Kabel vorstellen. Der VPN-Server dient dann als das Tor zum Internet und da man so auch eine IP-Adresse des VPN-Servers bekommt, sieht es für alle anderen Internetteilnehmer so aus, als würde man sich dort aufhalten und ins Internet einwählen, wo der VPN-Server steht.

Was sind die Vorteile und Nachteile?

Anonymität und Sicherheit Der größte Vorteil der Nutzung eines Virtuellen Privaten Netzwerks ist sicherlich die erhöhte Anonymität und Sicherheit. Neben der anonymeren IP-Adresse vom Standort des VPN-Servers profitiert man nämlich auch noch von der verschlüsselten Verbindung des VPN-Tunnels. Alle Daten die über diese verschlüsselte Verbindung vom Computer zum VPN-Server übertragen werden, können weder von außen mitgelesen noch gefiltert werden, da die Inhalte in spezielle Netzwerkpakete "verpackt" werden. Diese Pakete sind unabhängig vom Inhalt separat adressiert, sodass als Adresse nur die des VPN-Servers sichtbar ist, aber nicht die eigentliche, primäre Adresse oder der Inhalt.

Ein weiterer Vorteil bei der Nutzung eines Virtuellen Privaten Netzwerks ist, dass die Einrichtung ohne Downloads und Installation von Zusatz-Software auf fast jedem Betriebssystem möglich ist. In der Regel genügt es, die Zugangsdaten in den Netzwerkeinstellungen des Computers oder Handys einzutragen und dann kann die Verbindung jederzeit auf Knopfdruck hergestellt oder getrennt werden. So ist der VPN-Zugang immer einsatzbereit ohne die Leistung des Geräts zu beinträchtigen oder zu verlangsamen!

Da Virtuelle Private Netzwerke von den meisten großen Firmen und Konzernen eingesetzt werden, um Mitarbeitern in aller Welt den Zugang zu Firmennetzwerken zu ermöglichen, können es sich selbst Länder mit strikter Internetzensur wie China nicht erlauben deren Einsatz zu blockieren.